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Knieschleifen...Was, Warum und Wieso?

 

 

 

Das Knieschleifen ist eine Form des sportlichen Motorradfahrens. In Kurven tastet man mit dem Knie die erreichte Schräglage ab um zu spüren wie weit man das Motorrad umgelegt hat. Dadurch hat man ein Indiz für die erreichte Schräglage, auch kann man einschätzen wie schnell man die Kurve beim nächsten Mal eventuell fahren kann. Zudem können eventuelle Vorderradrutscher durch ein blitzartiges Ausstrecken des Knies manchmal noch abgefangen werden. (durch den dritten Auflagepunkt ein Sicherheitsplus).

 

Beim anbremsen einer Kurve rutscht man mit dem halben Hintern von der Sitzbank in Richtung Kurve (der so genannte "Hang-Off"), der kurveninnere Fuß wird innen auf die Raste gestellt oder als "Fußrastenverlängerung" genutzt. Nachdem man die Bremse gelöst hat biegt man in die Kurve ein und spreizt das Knie leicht ab. Sobald man genügend Schräglage hat, setzt das Knie sanft auf dem Asphalt auf. Nun kann die Schräglage gut eingeschätzt werden und dementsprechend gehandelt werden, d.h. leicht aufs Gas gehen oder durch Veränderung des Kurvenradius die Schräglage verändern.

Ob das Knie dauerhaft auf der Straße bleibt oder immer nur kurz zum Abtasten aufgesetzt wird, ist Geschmackssache.

 

Beim Beginn des Aufrichtens in der Beschleunigungsphase wird das Knie eingezogen und nach dem Aufrichten des Motorrades setzt man sich wieder ganz auf das Motorrad.

Generell gilt jedoch:  Knieschleifen sollte nur auf der Rennstrecke gefahren werden und nicht auf der Landstraße. Übt es gewissenhaft und versucht nicht, das Knie mit Gewalt auf den Boden zu bringen. Das sieht nicht nur affig aus sondern ruiniert auch noch die Linie. Geht locker an die Sache ran und lasst euch Zeit.

 

How to?:


Am besten ihr geht auf die Rennstrecke um sportliches Motorradfahren, also auch das Hanging-Off und das Knieschleifen zu lernen.  Bei Rennstreckentrainings die von verschiedenen Veranstaltern angeboten und durchgeführt werden, zeigen euch erfahrene Instruktoren die richtigen Fahrtechniken. Es gehört mehr dazu, als nur das Knie auf die Straße zu bringen. Die Straße sollte sauber, gut geteert und eben sein, die Temperatur nicht unter 15 Grad Celsius.
     

Wenn ihr nicht auf die Rennstrecke könnt oder wollt aber Knieschleifen wollt, sucht euch eine ruhige Nebenstrecke mit einer schönen Kurve und der Möglichkeit umdrehen zu können. Die Kurve sollte gut einsehbar und abseits von Häusern sein, damit niemand von euch gestört wird. Geht die Sache ruhig an und versucht erstmal eine saubere Linie hinzubekommen. Das heißt die Kurve in einem Zug zu durchfahren (Vor der Kurve bremsen, einlenken, möglichst kurze Rollphase und sanft wieder beschleunigen) und nicht das Gas in der Kurve zuzumachen oder hektisch zu beschleunigen. Wenn das klappt könnt ihr zum nächsten Schritt übergehen:

 

  

 

     Der Hang-Off:

 

           Wenn ihr die Kurve anbremst verrutscht mit dem Hintern in Richtung Kurveninnenseite und streckt das kurveninnere Knie

           aus. Der Fuß kommt mit den Zehen auf die Fußraste.

 

         

 

   

 

         Den Bremsvorgang beenden und in die Kurve einlenken, Kopf zum Kurvenscheitelpunkt drehen und in die Kurve hineinsehen.

 

 

        

 

 

 

         Das Motorrad taucht nun in Schräglage ab. Das Knie beginnt irgendwann sanft über den Asphalt zu          

         schrabbeln. So  kann die Schräglage eingeschätzt werden. Es kann einige Zeit dauern bis

         man tief genug ist - nichts überstürzen, wenn man einmal weiß wie es geht, ist es ganz einfach ;)

 

 

         

 

 

       

 

   Am Kurvenscheitelpunkt langsam das Gas wieder öffnen, um das Motorrad unter Zug aufzurichten.

 

 

         

 

 Dabei schon weit vorrausblicken  um die weitere Fahrstrecke einzusehen.

 

 

 Sehr wichtig ist die Blickführung. Man sollte weit in die Kurve hineinsehen, um die Kurve richtig einschätzen zu können.

 

         

 

          Schreibt uns bei Fragen, wir helfen gerne oder holt euch Hilfe in unserem Forum.

         

          Ein besonderer Dank an dieser Stelle auch an "unseren" Fotografen Herrn Stefan H. der die meisten Bilder auf dieser Seite

          gemacht und bearbeitet hat.

 

          Folgendes muss leider noch gesagt werden: Übertreibt es nicht mit der Kurvenfahrt. Motorradfahren ist ein gefährliches

          Hobby, bei dem schnell etwas passieren kann.

          Wir übernehmen keine Haftung für eventuelle Schäden, die durch das Befolgen unserer

          Anleitung entstanden sind.

 

 

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